Ein Display ist selten nur ein Display. In einer HMI-Lösung muss es mit Frontlage, Tastatur, Touchfunktion, Abdichtung, Mechanik und Gehäuse zusammenspielen. Dieser Guide gibt eine praktische Einführung in die Display-Integration – mit Stack-up-Überlegungen, Konstruktionsprinzipien und wichtigen Fragen, die vor der Auswahl eines Displays geklärt werden sollten.

 

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Display-Integration beginnt mit der kompletten HMI-Lösung

Display-Integration ist eine Stack-up-Entscheidung

Sechs Beispiele für Display-Integration

Es gibt keine Standardkonstruktion, die für jede Display-Integration passt. Das richtige Prinzip hängt von Anwendung, Benutzerinteraktion, Umgebung, Designanforderungen und Produktionsaufbau ab.

  • Eine flache Frontfolie mit integrierter Folientastatur und Displaybereich. Am besten geeignet für Anwendungen, bei denen der Benutzer klare Funktionstasten benötigt, die Front aber flach, abgedichtet und kosteneffizient zu produzieren sein soll.

  • Eine Frontfolie mit erhabenen Silikontasten rund um das Display. Am besten geeignet für Anwendungen, bei denen der Benutzer eine klare taktile Rückmeldung benötigt, zum Beispiel bei Bedienung mit Handschuhen oder in Umgebungen mit eingeschränkter Sicht.

  • Ein Displaybereich aus Coverglas kombiniert mit separaten Silikontasten. Am besten geeignet für Anwendungen, bei denen sowohl Displayschutz als auch taktile Rückmeldung wichtig sind.

  • Eine Silikonfront mit integrierten taktilen Tasten und einem vertieften Displaybereich. Am besten geeignet für Anwendungen, bei denen die HMI-Lösung Stößen, grober Handhabung oder anspruchsvollen Umgebungen ausgesetzt ist.

  • Ein Touchdisplay mit festen Touch-Bedienelementen rund um den aktiven Displaybereich. Am besten geeignet für Anwendungen, bei denen der Benutzer eine dynamische Touchscreen-Oberfläche benötigt, aber gleichzeitig von festen Bedienelementen für Hauptfunktionen profitiert.

  • Ein Standarddisplay kombiniert mit einer kapazitiven Touchfolie in der Frontkonstruktion. Am besten geeignet für Anwendungen, bei denen das Display selbst nicht touchfähig sein muss, die HMI-Lösung aber von einer flachen Front mit integrierten Touch-Bedienelementen profitiert.

Fragen zur Klärung 

Bevor ein Display für eine HMI-Lösung ausgewählt wird, sollten sowohl die Displayanforderungen als auch die Konstruktion rund um das Display geklärt werden. Zum Beispiel:

  • Was soll das Display anzeigen: Text, Zahlen, Icons, Grafiken oder dynamische Inhalte?
  • Wo wird das Display eingesetzt: im Innenbereich, im Außenbereich oder bei wechselnden Lichtverhältnissen?
  • Gibt es besondere Anforderungen an Helligkeit, Lesbarkeit oder Betrachtungswinkel?
  • Welche Größe, aktive Fläche und Außenabmessungen werden benötigt?
  • Welche Auflösung ist für die Benutzeroberfläche erforderlich? Wie wird das Display mit der Leiterplatte verbunden?
  • Wird Touch benötigt, und soll er mit Handschuhen, nassen Händen oder in verschmutzten Umgebungen funktionieren?
  • Wird die HMI-Lösung Feuchtigkeit, Staub, Reinigung, Vibrationen oder Stößen ausgesetzt?
  • Soll das Display mit einer Folientastatur, Silikontastatur oder separaten Touch-Tasten kombiniert werden?

 

Diese Fragen helfen zu definieren, ob die Anforderungen im Display selbst, durch Semi-Customisation oder durch die HMI-Konstruktion rund um das Display gelöst werden sollten.

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Der vollständige Guide bietet einen detaillierteren Überblick über Displaytechnologien, Stack-up-Überlegungen und sechs praktische Konstruktionsbeispiele für die Integration von Displays in HMI-Lösungen.

 

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